Nachhaltigkeit

ALCOMEX IN EINER NACHHALTIGEN WIRTSCHAFT

Die Erderwärmung stellt die Welt vor große Herausforderungen. Die Emissionen von Treibhausgasen wie CO2 und Methan müssen deutlich reduziert werden, um den Klimawandel und seine negativen Auswirkungen einzudämmen. Im Pariser Klimaschutzübereinkommen haben sich 200 Länder dazu verpflichtet, die Erderwärmung auf maximal 2 °C und vorzugsweise auf 1,5 °C zu reduzieren. Alcomex ist sich der Bedeutung dieses Themas bewusst. Wir übernehmen Verantwortung und ergreifen gemeinsam mit unseren Stakeholdern Maßnahmen.

Die Herausforderungen der Energiewende bieten Alcomex die Möglichkeit, eine führende Rolle in der Federnindustrie einzunehmen. Dies erreichen wir, indem wir die Energiewende nicht als das Ende des industriellen Zeitalters betrachten, sondern als den Beginn einer neuen und nachhaltigen Wirtschaft. Wir wollen an diesem Übergang beteiligt sein, denn wir glauben, dass dies die richtige Richtung für unseren Planeten und alle unsere Stakeholder ist.

Strategische CO2-Reduktionsziele für 2030

Wir haben einen schrittweisen Ansatz gewählt, in dem die CO2-Reduzierung einen zentralen Aspekt der Strategie von Alcomex einnimmt. Unsere Ziele stehen im Einklang mit denen des Pariser Klimaschutzübereinkommens, und wir streben eine jährliche Reduzierung der CO2-Emissionen der Alcomex-Gruppe um 5 % an.

Wie wir die CO2-Neutralität erreichen wollen:

Die CO2-Neutralität wird erreicht, indem der CO2-Fußabdruck berechnet wird und durch die Kombination aus internen Effizienzmaßnahmen und Unterstützung von externen Emissionsreduktionsprojekten reduziert wird. Dieser Prozess umfasst folgende Schritte:

  • Datenerhebung für alle Tochtergesellschaften und Berechnung der CO2-Emissionen.
  • Festlegung, welcher Unternehmensteil im Laufe der Zeit CO2-Neutralität erreichen kann.
  • Festlegung von CO2-Reduktionszielen im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzübereinkommen.
  • Umsetzung interner Emissionsreduktionsmaßnahmen wie Energieeffizienzprogramme.
  • Übermittlung einer authentischen, klaren und glaubwürdigen Botschaft an alle Stakeholder.

Die Klimareise von Alcomex

2019 ermittelte Alcomex mit den Tools der Climate Neutral Group den CO2-Fußabdruck für alle seine Unternehmen. Es wurden bereits Reduktionspläne umgesetzt und Ziele festgelegt. Damit soll eine jährliche Reduzierung der CO2-Emissionen für die Alcomex-Gruppe um 5 % erreicht werden.

Als internationale Organisation verstehen wir, dass wir möglicherweise nicht alle unsere Emissionen sofort reduzieren können. Die CO2-Reduktion eines globalen Federnherstellers ist aufgrund des CO2-Fußabdrucks der in der Produktion verwendeten Rohstoffe, des Gasverbrauchs der Öfen und des Dieselverbrauchs im Transportwesen eine Herausforderung. Um wirksame Maßnahmen zur CO2-Reduktion umzusetzen, muss die gesamte Lieferkette berücksichtigt werden, von der Beschaffung der Rohstoffe bis zum Transport der Endprodukte.

Auch wenn der Verzicht auf Stahl möglicherweise nicht machbar ist, können kohlenstoffarme Alternativen zu Stahl dazu beitragen, den gesamten CO2-Fußabdruck des Unternehmens zu reduzieren. Die in der Produktion verwendeten Energiequellen, wie z. B. Gasöfen, müssen ebenfalls auf den Prüfstand. Die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen wie Solar- oder Windenergie kann den CO2-Fußabdruck des Unternehmens erheblich verringern. Darüber hinaus muss auch der Transport der Endprodukte berücksichtigt werden. Der Ersatz von Diesel-Lkw durch Elektro- oder Hybridfahrzeuge kann die Emissionen erheblich reduzieren und zu den CO2-Reduktionszielen des Unternehmens beitragen.

Insgesamt erfordert die Reduzierung der CO2-Emissionen für einen globalen Federnhersteller einen umfassenden Ansatz, der die gesamte Lieferkette berücksichtigt und verschiedene Alternativen untersucht, um den CO2-Fußabdruck in jeder Phase des Produktionsprozesses zu reduzieren. Auch in Zukunft werden wir weitere Möglichkeiten erkunden, um unseren CO2-Fußabdruck zu reduzieren und nachhaltige Praktiken in allen unseren Betrieben zu fördern. Wir glauben, dass wir durch weitere Investitionen in umweltfreundliche Initiativen und die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Organisationen bedeutende Fortschritte bei der Erreichung unseres Ziels, unsere Auswirkungen auf den Planeten zu reduzieren, machen können.

Um die CO2-Reduktion zu erreichen, hat jedes Alcomex-Werk einen Plan mit Zielen und Investitionen entwickelt, die in drei Kategorien eingeteilt werden können:

Niedrigschwellige Investitionen: Investitionen im Bereich von 0 € bis 2.000 €, die sofort und kontinuierlich umgesetzt werden. Beispiele dafür sind die Umstellung auf Ökostrom, die Isolierung von Zentralheizungsrohren und Gebäuden sowie die Einstellung der Zentralheizung mit einem Timer.

Mittelschwellige Investitionen: Investitionen zwischen 2.000 € und 30.000 €, die in den kommenden Jahren in Abhängigkeit ihrer Auswirkung auf die CO2-Reduktion eingeplant werden. Beispiele dafür sind die Ausstattung mit LED-Beleuchtung, die Elektrifizierung von Firmenwagen und die Verbesserung von Fertigungsprozessen durch die Eliminierung von CO2- und energieintensiven Prozessen oder die Optimierung des Energieverbrauchs des Maschinenparks.

Hochschwellige Investitionen: Investitionen von über 30 000 €, die auf der Grundlage ihrer Auswirkung auf die CO2-Reduktion und ihrem Return on Investment eingeplant werden. Beispiele dafür sind die Installation von Photovoltaikanlagen auf Gebäuden und der Ersatz alter, weniger nachhaltiger Maschinen.

Diese Investitionen werden sich in den kommenden Jahren positiv auswirken. Jedes Unternehmen hat seinen eigenen Fortschrittsbericht und seine eigenen Ziele aufgestellt, und für jedes Werk wurde ein Plan für die nächsten Jahre entwickelt. Dieser Plan wird jährlich evaluiert und gegebenenfalls angepasst, um den CO2-Fußabdruck pro Werk zu reduzieren.

Um dieses Problem anzugehen, haben wir mithilfe von Partnerschaften mit Organisationen wie Land Life Company und The Green Branch Schritte unternommen, die unsere unvermeidlichen Emissionen kompensieren sollen. Durch unsere Zusammenarbeit mit diesen Organisationen haben wir über 6.800 Bäume gepflanzt, was nicht nur dazu beiträgt, unsere Emissionen auszugleichen, sondern auch die Wiederherstellung von Ökosystemen und biologischer Vielfalt fördert.

Alcomex kompensiert seine CO2-Emissionen mit dem Qianbei-Aufforstungsprojekt.

Das Projekt in der chinesischen Provinz Guizhou nutzt Aufforstungsmethoden auf kargen Böden, um einen CO2-bindenden Wald anzulegen. Es wurden mehr als 50.000 Hektar Wald angepflanzt, um die biologische Vielfalt zu verbessern und alternative Lebensgrundlagen zu schaffen. Dafür werden verschiedene einheimische Baumarten gepflanzt, um das Land in artenreiche und miteinander verbundene Wälder zu verwandeln. Ohne dieses Projekt wäre das Gebiet weiterhin unfruchtbar und kaum in der Lage, Lebensraum zu schaffen.

Das Projekt konzentriert sich nicht nur auf die CO2-Speicherung, sondern trägt auch aktiv zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen bei.

  • 1. Keine Armut: Deutliche Verbesserung des durchschnittlichen monatlichen Einkommens der Dorfbewohner in dem Gebiet.
  • 4. Hochwertige Bildung:  Alle Projektmitarbeitenden erhalten Schulungen vom örtlichen Forstamt, einschließlich Schulungen zur Saatgutsammlung.
  • 5. Gleichstellung der Geschlechter: Das Projekt bezieht Frauen aktiv in die Entscheidungsfindung und Arbeit ein, wobei etwa 70 % aller Stakeholder Frauen sind.
  • 8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum: Über 15.000 Menschen sind in den Projektaktivitäten eingebunden.
  • 13. Klimaschutz: Das gesamte Projekt entzieht der Atmosphäre jährlich mehr als 232.708.000 kg CO2.
  • 15. Leben an Land: Die Verbesserung des Bodens trägt dazu bei, lokale Erosionen und Wüstenbildung zu verhindern.

Zertifikate

Das Projekt ist nach dem Verified Carbon Standard (VCS) sowie dem Climate, Community, and Biodiversity Standard zertifiziert.

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